Mai 2015 

Von der Wonne, einen Körper kreiert zu haben – Nachwirkungen von Right Voice for You
von Saskia Savita Schulte

Manche Veränderungen werden erst nach einem Kurs bewusst. Die 2,5 Tage Right Voice for You bei Susanna Mittermaier hatten mich schon mit wunderbaren Veränderungen beschenkt, aber in den darauf folgenden Tagen zeigten sich noch etliche Sahnehäubchen für mein Leben.

Eins davon zeigte sich in seiner ganzen Süße ganz spontan, nämlich eines morgens vor dem Spiegel. Normalerweise, wenn ich nackt durchs Bad gelaufen bin, habe ich mich nicht ausführlich im Spiegel begutachtet. Nun gut, wenn man nicht gerade als zarte Elfe gebaut ist, sondern bei Ulla Popken einkauft, eine Narbe über den Bauch laufen hat, sodass auch er etwas schief ist, und die Haut vorwiegend aus Cellulitis besteht, ist das ja auch nicht gerade ein Vergnügen – sollte man denken.

Bisher aber hatte ich meinen Körper akzeptiert. Abgelehnt, so wie viele andere (und vor allem deutlich schlankere Frauen) habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr. Und dann stehe ich plötzlich vor dem Spiegel und bin doch erstaunt darüber, welcher Unterschied zwischen Akzeptanz und wahrer Freude besteht: Was für ein Körper! Da strahlte mir ein nacktes Weib entgegen und ich war auf einmal ganz verzückt über die „Makel“, die er da für mich kreiert hatte (denn seien wir ehrlich, der Körper – das treue Geschöpf – führt für uns aus, was wir über ihn kreieren). Den Bauchspeck, alles Schiefe und Krumme – diese ganze herrliche perfekte Unperfektheit!

Plötzlich erscheint es mir völlig absurd, meinen Körper zu bewerten. Ich habe ihn ja selbst erschaffen. Das Wort „Figurproblem“ erscheint mir noch unsinniger: Habe ich doch selbst geschaffen (oder durch den Körper schaffen lassen), was ich da kritisiere.

Mein Körper: Obwohl ich ihn so übermächtig übergewichtig und voller „Makel“ kreiert habe, erscheint er mir jetzt so WUNDERSCHÖN, wie ich ihn niemals zuvor anerkennen konnte – ein berührender Moment und eine ganz außerordentliche Nachwirkung von Right Voice for You.

Und wann fangen wir alle endlich an, unsere Schönheit und Herrlichkeit anzuerkennen jenseits von Körperformen und WEGEN der Körperformen, die wir selbst kreiert haben und jetzt noch so sehr ablehnen? Und was ist dann möglich?

Saskia Savita Schulte machte im Sommer 2014 einen Bars-Kurs, kündigte ihren Job und lebt mittlerweile größtenteils vom Schreiben – ein Traum, der immer mehr zur Wirklichkeit wird. Was sie mit der Anwendung der Werkzeuge von Access Consciousness so alles erlebt und vieles mehr beschreibt sie in ihrem Blog auf: www.sonne-im-herzen.com

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